Die B 428 im Bereich von Bad Kreuznach ist nach dem Abschluss der Bauarbeiten wieder vollständig für den Verkehr freigegeben worden. Auch über den Kreisverkehr an der Bosenheimer Straße aus Richtung Bosenheim und Frei-Laubersheim werden die Fahrzeuge wieder geleitet. Damit entfällt auch die Umleitung über den Grenzgraben und die Mainzer Straße. Das ist auch sehr erfreulich, weil diese Entlastung bereits zum Feiertagsverkehr an den Pfingstfeiertagen zum Tragen kam. Für Pendler, Anwohner und den überregionalen Verkehr bedeutet das vor allem eines: keine stressigen Umleitungen mehr und spürbare Entlastung im Alltag.
Die bisherigen Einschränkungen standen im Zusammenhang mit den umfangreichen Baumaßnahmen im Zuge des vierspurigen Ausbaus der B 428, die bereit 2020 mit der Erneuerung und Vergrößerung des Bahnviaduktes eingeleitet wurde. Besonders betroffen war eben der Knotenbereich an der Bosenheimer Straße sowie die Verbindung aus Richtung Bosenheim und Frei-Laubersheim. Der Verkehr wurde in dieser Zeit über vorübergehende Lösungen wie den Behelfskreisel am Grenzgraben (Gartencenter Rehner) sowie über das umliegende Gewerbegebiet umgeleitet.
Der provisorische Kreisverkehr am Grenzgraben bleibt zwar zunächst bis nächste Woche noch bestehen, wird jedoch leider nicht dauerhaft Teil der Verkehrsführung sein und deshalb wird dieser Kreisel in der nächsten Woche abgebaut. Für die Restarbeiten – wie Asphaltarbeiten, Bordsteinherstellung und Schadensbeseitigung – ist diese Umleitung nicht mehr notwendig. Aber während der Zeit einer umfangreichen Sanierung wird an dieser Stelle für mehrere Tage eine Wechselampel eingerichtet und der Verkehr entsprechend dem Baufortschritt jeweils einseitig an dieser Baustelle vorbeigeführt. Wenn diese letzte Baumaßnahme abgeschlossen wird, dann ist das Projekt des vierstreifigen Ausbaus der B 428 endgültig beendet.
Mit der Wiederfreigabe der B 428 und der Normalisierung der Verkehrsführung rund um diese Verkehrsader kehrt ein großes Stück Alltag in die Region Bad Kreuznach zurück. Auch wenn nicht alle infrastrukturellen Wünsche – wie ein dauerhafter Kreisverkehr – umgesetzt werden konnten, überwiegt derzeit die Erleichterung: weniger Stau, weniger Umwege und eine deutlich entspanntere Verkehrssituation für alle Beteiligten.
Nachtrag:
Viele Verkehrsteilnehmer sprachen sich in der Vergangenheit für einen regulären festen Kreisel an der Stelle des provisorischen Baustellenkreisels aus, um den Verkehrsfluss langfristig zu verbessern. Diese Idee wurde in der Vergangenheit auch in städtischen Gremien diskutiert, lässt sich jedoch nach aktuellem Stand nicht umsetzen. Grund dafür sind ungünstige Grundstücksverhältnisse im Bereich gegenüber der Einfahrt des Grenzgrabens, die eine direkte Anbindung an das dahinterliegende Gewerbegebiet verhindern. Das ist leider nicht rechtzeitig bedacht worden. Schade.


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