Nach der Zusammenführung des Diakonie Krankenhauses und des Krankenhauses St. Marienwörth unter dem Dach der Diakonie wird die Neuorganisation der Krankenhausversorgung in Bad Kreuznach weiter vorangetrieben. Beide Standorte werden künftig als ein gemeinsames Krankenhaus geführt. In diesem Zusammenhang wird auch die Notfallversorgung neu strukturiert.
Ein zentraler Punkt dieser Entwicklung ist die geplante Bündelung der Notaufnahme. Für die Zukunft ist nur noch eine zentrale Notaufnahme vorgesehen. Damit folgen die Diakonie Kliniken auch den gesetzlichen Vorgaben und den Anforderungen an eine moderne Krankenhausstruktur. Besonders betroffen ist dabei die Unfallchirurgie, die nun am Standort Ringstraße konzentriert wird.
An diesem Standort werden künftig alle Leistungen der Unfallchirurgie angeboten. Dazu gehören unter anderem die Behandlung von Knochenbrüchen, Schnitt- und Platzwunden, Sportverletzungen, Arbeits-, Schul- und Verkehrsunfällen sowie schweren Verletzungen. Auch Wirbelsäulenverletzungen und andere chirurgische Notfälle werden dort versorgt. Unter der Leitung von Chefarzt Professor Dr. Frank Hartmann sollen insbesondere schwer verletzte Patienten zentral behandelt werden.
Die Konzentration der Unfallchirurgie in der Ringstraße soll die Versorgung von Unfallpatienten verbessern. Durch die Bündelung von Personal, Fachwissen, Diagnostik und Behandlungsstrukturen können Abläufe klarer organisiert und medizinische Ressourcen gezielter eingesetzt werden. Gerade bei schweren Verletzungen oder komplizierten Unfallfolgen ist eine gut ausgestattete und spezialisierte Notfallversorgung von besonderer Bedeutung.
Die Notaufnahme in der Ringstraße soll deshalb weiter ausgebaut werden. Geplant sind unter anderem 24 Behandlungsräume, 3 Schockräume sowie ein eigener Überwachungsbereich. Damit soll der Standort auf die künftigen Anforderungen vorbereitet werden und eine leistungsfähige Notfallversorgung für Bad Kreuznach und den Landkreis sicherstellen.
Gleichzeitig bleibt zu beachten, dass sich die Fachgebiete zwischen den Standorten neu ordnen. Während chirurgische Notfälle künftig vor allem in der Ringstraße behandelt werden, liegt der Schwerpunkt der internistischen Notfallversorgung weiterhin am Standort Mühlenstraße. Dort werden beispielsweise Bauchschmerzen, Magen-Darm-Erkrankungen, Diabetes-Komplikationen, der Verdacht auf Schlaganfall sowie neurologische Symptome behandelt.
Für Patienten wichtig: Gegenwärtig können weiterhin beide Notaufnahmen aufgesucht werden, wenn dringend medizinische Hilfe benötigt wird oder wenn unklar ist, welcher Standort zuständig ist. Innerhalb der Diakonie Kliniken ist ein interner Transport zwischen den Notfallaufnahmen möglich.
Mit der Neuorganisation der Notfallversorgung wollen die Diakonie Kliniken die medizinischen Schwerpunkte an den Standorten Ringstraße und Mühlenstraße klarer konzentrieren. Ziel ist eine bessere Struktur, kürzere Wege innerhalb der jeweiligen Fachbereiche und eine dauerhaft gesicherte Notfallversorgung für die Stadt Bad Kreuznach und den gesamten Landkreis.
Schwerpunkte der Notfallversorgung
Ringstraße – chirurgische Notfälle:
Knochenbrüche, Schnitt- und Platzwunden, Arbeits-, Schul- und Verkehrsunfälle, Sportverletzungen, Wirbelsäulenverletzungen sowie weitere unfallchirurgische Notfälle.
Mühlenstraße – internistische Notfallbehandlung:
Bauchschmerzen, Magen-Darm-Erkrankungen, Diabetes-Komplikationen, Verdacht auf Schlaganfall und neurologische Symptome.


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