Ab Montag, 12. Oktober, beginnen erneut Bauarbeiten an der Ochsenbrücke in Bad Kreuznach. Anders als bei der Sperrung im September bleibt der Verkehr diesmal in beide Richtungen möglich. 

Die Ochsenbrücke wird dann ab Montag erneut zum Nadelöhr für den Verkehr. Ursprünglich hatte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) den Beginn der Arbeiten für Dienstag, 6. Oktober, angekündigt. An diesem Tag blieben die angekündigten Maßnahmen jedoch zunächst aus. Eine zusätzliche Mitteilung des LBM zur Terminverschiebung erfolgte offenbar nicht. Das sorgte bei einigen Verkehrsteilnehmern für Unverständnis.

Nach vorliegenden Informationen diente der ursprünglich genannte Termin vor allem dazu, die notwendigen Verkehrssicherungsmaßnahmen vorzubereiten. Dazu gehören die Einrichtung der Verkehrsführung während der Bauzeit, das Aufstellen der Beschilderung und weitere Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit.

Anders als bei der Sperrung im September, als die Fahrbahn der Behelfsbrücke erneuert wurde und der Verkehr stadteinwärts vollständig unterbrochen war, soll die Verkehrsführung diesmal weniger einschneidend ausfallen. Während der Bauarbeiten wird der Verkehr in beiden Richtungen eingeschränkt einspurig über den Brückenbereich geführt. Ampelanlagen regeln den Verkehr. Die beiden Gehwege bleiben von den Arbeiten unberührt und sind frei begehbar.

Zu Beginn wird die eigentliche Ochsenbrücke stadtauswärts gesperrt. Aufgrund der beengten Fahrgeometrie auf dem östlichen, einspurigen Brückenteilstück ist für den aus der Baumgartenstraße kommenden Verkehr in Richtung Bosenheimer Straße eine zusätzliche Umleitung erforderlich. Dieser Verkehr wird über die Wilhelmstraße stadteinwärts geleitet.

Um die Belastungen für den übrigen Verkehr möglichst gering zu halten, sollen zusätzliche Vorankündigungstafeln in den Zubringerstraßen auf die Baustelle hinweisen. Trotz dieser Vorkehrungen sind natürlich insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten Behinderungen und längere Fahrzeiten möglich.

Die erneuten Arbeiten an der Ochsenbrücke lenken den Blick auf eine grundsätzliche Herausforderung für Bad Kreuznach: den Zustand und die Zukunft der innerstädtischen Brücken. Auch andere Brückenbauwerke in Bad Kreuznach stehen im Mittelpunkt der Diskussion. So werden beispielsweise der Zustand der Ochsenbrücke und des Löwenstegs immer wieder thematisiert.

Für eine Stadt, deren Verkehrsnetz auf mehrere wichtige Brückenverbindungen angewiesen ist, kann sich ein Sanierungsstau zu einem erheblichen Problem entwickeln. Werden notwendige Maßnahmen zu spät angegangen, drohen natürlich umfangreichere Bauarbeiten, längere Sperrungen und zusätzliche Belastungen für Anwohner, Pendler, Gewerbetreibende und den öffentlichen Nahverkehr.

Die Verantwortung für die Brückeninfrastruktur verteilt sich je nach Bauwerk und Zuständigkeit auf unterschiedliche Stellen. Deshalb kommt es darauf an, dass die Stadt Bad Kreuznach und die zuständigen Landesbehörden ihre Planungen eng aufeinander abstimmen. Es sollte nachvollziehbar sein, welche Investitionen in den kommenden Jahren erforderlich werden und welche Fördermöglichkeiten dafür infrage kommen.

Für die Bürger ist dabei besonders wichtig, dass notwendige Arbeiten rechtzeitig angekündigt und Terminänderungen verständlich kommuniziert werden. Die Verschiebung des ursprünglich angekündigten Baubeginns an der Ochsenbrücke zeigt, dass eine verlässliche Information der Verkehrsteilnehmer ein wesentlicher Bestandteil der Baustellenplanung ist und sie ist selbstverständlich auch für die Verkehrsteilnehmer wichtig für die Organisation ihres täglichen Weges zur Arbeit.

Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen in der Stadt Bad Kreuznach und im Land Rheinland-Pfalz die Brückenproblematik mit der erforderlichen Priorität behandeln. Ziel muss es sein, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, den Sanierungsbedarf frühzeitig anzugehen und die Auswirkungen auf den innerstädtischen Verkehr so gering wie möglich zu halten. Denn funktionierende Brücken sind sehr wichtig für den innerstädtischen Verkehr. Sie sind eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Bad Kreuznach als Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort dauerhaft erreichbar bleibt.


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